Callosa d´En Sarrià, Fonts de l'Algar und Castell de Guadalest

Wenn man die Strecke durch das Landesinnere nimmt, kann man die wunderschöne Landschaft durch die ber­gige Region des Coll de Rates genießen im Gebiet von Parcent - Tárbena – Bolulla. Natürlich gibt es in dieser bergigen Landschaft viele Kurven. Wir können auch über die Autobahn AP-7 fahren. Hierfür nehmen wir die Ausfahrt 64 in Richtung Altea, und kurz vor Altea, noch im Verlauf der Ausfahrt, befindet sich ein Schild, das uns den Weg zur Ortschaft Callosa d´en Sarrià weist. 3 km von dieser Ortschaft entfernt in Richtung Bolulla befinden sich die Quellen Fuentes del Algar.

Besichtigungen in Callosa d´en Sarrià.

Callosa d’Ensarrià befindet sich ca. 10 Km. von der Abzweigung entfernt. Im Stadtkern von Callosa d´en Sarrià können wir einen kulturellen Rundgang vor­nehmen, denn diese Ortschaft beherbergt bedeutendes ethnologisches, archäologisches, religiöses, anthropolo­gisches und volkstümliches Kulturgut. Alle Sehenswür­digkeiten sind restauriert und für die Besichtigung gut beschildert worden.

Angemessene Klei­dung.

Empfehlenswert sind beque­me Kleidung und Schuhe. Ein Badeanzug ist auch sinnvoll, denn bei gutem Wetter kann man in der Quelle Fuentes del Algar baden.

Auffallend in Callosa sind die Kirche Iglesia Archiprestal de San Juan Bautista mit einer Fassade im neoklassizistischen Stil und das völkerkundliche und archäologische Muse­um, in dem wir die Lebensweise des Dorfes bis in die 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts verfolgen können. Noch im Dorf am letzten Haus des Stadtkerns beginnt der Kreuzweg, El Calvario, der an einer Einsiedelei endet, zu der man in Serpentinen hinaufsteigt.

In Callosa befindet sich das Portal, das Stadttor mit einem Rundbogen, das Teil der alten Schutzmauer der Stadt im 14. Jh. war. Die Stadt besitzt auch zahlreiche Keramikta­feln mit Heiligenfiguren, die den Straßen ihre Namen ge­ben und mehrere Kapellen, unter denen die Kapellen Sant Antoni, Capilla de la Aurora, Capilla del Santo Cristo und die Capilla de Santa Barbara zu nennen sind.

Auffallend ist ferner der Waschplatz Poador de la Fuente Mayor, mit einem Brunnen in Form eines Tierkopfes und einer Skulptur des Königs Jaime I (Jakob der Eroberer). Alle Monumente sind restauriert und bilden eine der cha­rismatischsten Ansichten des Dorfes.

Nach einem Spaziergang durch Callosa setzen wir unseren Ausflug in Richtung Fuentes del Algar fort.

Die typischen Gerichte

dieser Gegend sind: Pimientos rellenos (gefüllte Paprikascho­ten), Olleta de Blat (Eintopf aus Weizen, Blut- und Pa­prikawurst), die Verduras al Horno (geschmortes Gemüse), Putxero amb pilotes (Eintopf mit Fleischklößchen), Minxos, Mispel (frisch oder zu Saft, Marmelade oder Likör verar­beitet), Pastissets d´aiguardent i a l´aire etc.

Ein interessanter Hinweis: Callosa ist die Nummer 1 im Anbau von Mispeln und genießt die Herkunftsbezeich­nung “Nísperos de Callosa d´en Sarrià”.

Von Callosa bis zu den Quellen Fonts de l´Algar. In Callosa fahren wir weiter, bis wir zu einem Kreisverkehr mit einem Schild kommen, das uns den Weg zu den Quellen weist. Wir verlassen Callosa in Richtung Bo­lulla, und nach ca. 3 km nehmen wir eine beschilderte Abzweigung nach rechts, die uns sicher zum Rastplatz Fuentes de l´Algar bringt.

Das Gebiet Fonts de l´Algar besteht aus einer für Besu­cher zugänglichen Zone, wo man baden kann und die leicht zu erreichen ist, da sie sich direkt neben dem Park­platz befindet.

Wir können uns hier die Wasserfälle anschauen, die alte Infrastruktur zur Bewässerung kennenlernen und, wenn das Wetter es erlaubt, in den verschiedenen tolls oder natürlichen Schwimmbecken entlang des Flusses baden. Das Wasser der Quellen gilt seit alten Zeiten als gesund­heitsfördernd. Man kann auch die mit Arzneipflanzen und aromatischen Pflanzen gesäumte Allee entlang spa­zieren oder durch den Baumgarten gehen, in dem für die

Mittelmeerküste typische Arten gedeihen.

Wir können auch die Sammlung von aromatischen Pflanzen und Arzneipflanzen und den dazugehörenden Laden besuchen und erfahren, wie man aus den ver­schiedenen aromatischen Pflanzen der Region durch Destillierung Parfums und natürliche Öle herstellen bzw. gewinnen kann.

Ca. 800 Meter vom Eingang des Quellgebietes Les Fonts entfernt gibt es einen Picknick- und Zeltplatz, dessen Zu­gang gut beschildert ist.

Auf halbem Wege zum Picknick- und Zeltplatz steht ein Schild, das den Weg zum Fort de Bèrnia über die Route PR-V 148 weist. Das Fort (Festung), erbaut im Jahre 1562 ist ein deutliches Beispiel für die Architektur der Renais­sance und wurde zum “Kulturgut” erklärt.

Die Route PR - V 148 ist 5,5 km lang. Mittlerer Schwie­rigkeitsgrad. Dauer: 2,5 Stunden. Von der Sierra de Bèr­nia aus kann man eine herrliche Aussicht genießen.

300 Meter vom Zeltplatz entfernt befinden sich das Was­sermuseum Museo del Agua, in dem die Bedeutung des Wassers als natürliche Ressource und die diversen historischen Verwendungsformen dargestellt werden und das Kaktusmuseum Cactus de l´Algar, in dem wir Kakteen aus aller Welt bewundern können.

In dieser Gegend gibt es fünf Restaurants, die uns sowohl traditionelle Gerichte als auch einheimische Haute Cuisine anbieten – die Kreation neuer Gerich­te, die auf der Verwendung von Mispeln basiert.-

Von Callosa nach Guadalest. Um nach Guadalest zu kommen folgen wir der Landstraße CV 755.

Besichtigungen in Guadalest. Guadalest liegt hoch oben auf einem Felsen und hat einen Zugang durch eine Öffnung im Berg. Diese Gemeinde aus der Zeit der Mauren wurde im Jahre 1974 als ANLAGE VON HISTORISCHEM UND KÜNSTLERISCHEM WERT erklärt.

Am Fuß der Anhöhe liegt der Arrabal, eine Zone mit zahlreichen Geschäften, wo kunsthandwerkliche Produkte verkauft werden, und wo es auch Museen und Restaurants gibt. Sehr bekannt sind die beiden Museen für Miniaturnachbildungen, das Museo Microgigante de Guadalest und das Museo de Mi­niaturas, ebenso das völkerkundliche Museum, das Krippenmuseum, das Museum für Folterinstrumente, das Museum für historische Fahrzeuge und das Gebäude Casa Orduña, das Gemeindemuseum, von dem aus man gleichzeitig Zugang zur Burg Castillo de San José hat.

Zum historischen Kulturgut von Guadalest gehören au­ßerdem noch andere interessante Gebäude, wie zum Bei­spiel die Kirche Iglesia de Nuestra Señora de la Asunción aus dem 18. Jh, die Festung Fortaleza de la Alcozaiba und das Gefängnis aus dem 12. Jh., das sich im Kellergeschoss des Rathauses befindet.

Das bedeutendste Kulturgut ist zweifelsohne die Burg Castillo de San José. Sowohl von hier aus als auch von den restlichen Stellen dieses Gebiets bietet sich eine herrliche, unvergleichliche Aussicht. Es ist ein “Muss” für Touristen egal welcher Nationalität.

Hier endet unser Ausflug, und wir fahren entweder über Callosa d´en Sarrià - Altea - AP7 oder durch das Lande­sinnere zurück nach Dénia.